Wir sind nach Mamallapuram gekommen, weil hier, ca 70 km südlich von Chennai ein großartiges Tempelensemble steht, dass auch seit langer Zeit ein UNESCO Weltkulturerbe ist.
Diese Tempel sind 1400 Jahre alt und das Besondere ist, dass sie nicht etwa gemauert wurden sondern aus riesigen Felsen herausgemeißelt wurden.
Es gab zwischen 600 und ca 1100 hier unten in Tamil Nadu ein hinduistisches Königreich, das im ganzen Land weit über 1000 Tempel hat errichten lassen.
Nach einer Niederlage gegen ein rivalisierendes Königreich sind die Monarchen nach Kambodscha geflohen.
Deswegen haben die Tempelanlagen von Angkor Wat die gleiche Art von Architektur wie viele Tempel hier.
Wir versuchen hier, eine riesige Felskugel den Abhang hinabzustoßen...
Diese Kugel liegt seit einigen Hundert Jahren auf einem schrägen Abhang und jeglichen Bemühungen widerstanden, sie dort fortzubewegen, auch keine Wirbelstürme oder Fluten haben das geschafft.
Unser Guide Arun erklärte uns, dass der Hinduismus zwar mehr 36 Millionen Götter und Göttliche Wesen kennt, von denen aber viele nur Reinkarnationen sind.
Die Hauptgötter sind Brahma, der Erschaffer, Krishna der Bewahrer und Shiva der Zerstörer.
Krishna, der Bewahrer in einer aus dem Fels gemeisselten Nische.
Shiva der Zerstörer
Brahma der Erschaffer
Es ist kaum zu glauben, aber auch dieser Tempel wurde aus einem großen Monolithen gemeißelt, oben angefangen nach dem Motto, man nehmen einen riesigen Felsen und entferne einfach alles, was nicht zu einem Tempel gehört.
Dies ist übrigens ein Ganesha Tempel.
Die oberste Etage gilt als hinduistische Architektur, die mittlere als buddistische Architektur und die untere Etage als, man höre und staune, RÖMISCHE Architektur.
Chennai war schon in Antike ein großes Handelszentrum auf dem Weg von China nach Arabien und in den Mittelmeerraum. Im Norden gingen die Karawanen über die Seidenstrasse durch Zentralasien, im Süden fuhren Handelsflotten über Chennai und Bombay nach Arabien. und darüber wurden auch Architekturstile transportiert, die Säulen gelten als römisch.
Dieser große Tempel ist nie vollendet worden.
Dieser erstaunliche Tempel liegt direkt am Meer und heißt deshalb Seashore Temple.
Zu dieser Anlage gehörten noch weitere sechs Tempel, die aber allesamt vom Meer verschlungen worden sind.
Dieser Tempel hat hingegen sogar die Tsunami Katastrophe von 2004 überrstanden.
Die Tesunami Welle hat den Tempel vollkommen überspült und der hat die Katastrophe unbeschadet überstanden.
Die Heldn dieser Reiseerzählung bei einer Rast. Man sieht diesen tapferen und unerschrockenen Entdeckern nicht an, dass diese Exkursion bei 35 Grad im Schatten stattgefunden hat. Nur dass es fast nirgendwo Schatten gab und in der prallen Sonne fast 45 Grad waren. Ohne meinen eleganten Papierhut (ja, der ist wirklich aus Papier!) hätte ich einen Glatzenbrand erlitten.











